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Retrospektive I – Filme: Das Hausboot & Ein Hausboot zum Verlieben

Hollywood vs. ARD ► Hausboot-Experte WELL über „Das Hausboot“ (1958) mit Sophia Loren & die deutsche Neuverfilmung „Ein Hausboot zum Verlieben“ ♥

Hausboot-Urlaub ist ein Trendthema? Von wegen: Die schwimmenden Ferienhäuser schippern schon seit über einem halben Jahrhundert durch unsere (Film-)Welt. So avancierte bereits im Jahr 1958 „Das Hausboot“ mit Sophia Loren zum echten Kassenschlager in den Kinos. Mit „Ein Hausboot zum Verlieben“ wurde der Stoff 50 Jahre später in eine sehenswerte deutsche Liebeskomödie umgedichtet. Wir von WELL stellen Dir in diesem Beitrag die beiden Filme vor.

„Das Hausboot“ von 1958: Sprungbrett für Sophia Loren

„Das Hausboot“ machte Sophia Loren in kürzester Zeit zum Superstar. Kein Wunder: Die resolute, aber liebenswerte Hauptfigur stieß auf den Zuspruch des männlichen sowie des weiblichen Publikums – nicht zuletzt wegen der bildschönen Darstellerin. Cary Grant als männlicher Protagonist verkörpert daneben auf ulkige Art den gestressten Familienvater mit Doppelbelastung.

Kindermädchen mit begrenzten Kompetenzen

Der Film beginnt damit, dass der Geschäftsmann Tom Winters auf einmal mit seinen drei Kindern alleine dasteht, da seine zuvor getrennt von ihm lebende Frau verunglückt ist. Durch Zufall trifft die Familie auf Cinzia, die Tochter eines erfolgreichen, aber tyrannischen Dirigenten, die vor den familiären Zwängen davonläuft – was Tom jedoch nicht weiß.

Die Kinder schließen die attraktive, junge Italienerin schnell in ihr Herz, sodass Winters kaum etwas anderes übrigbleibt, als sie als Kindermädchen zu engagieren. Aufopfernd kümmert sich Cinzia um die lieben Kleinen. Es gibt nur ein Problem: Sie verweigert das Kochen, Putzen und Wäsche waschen. Die Rolle der Haushälterin muss der Familienvater also selbst übernehmen. Zur echten Herausforderung wird das für Winters, als er ein Hausboot mietet – denn seine Wohnung ist zu klein für alle fünf. Ein fahrendes Gästehaus, auf dem die Familie unterkommen wollte, wurde zuvor durch den Zusammenstoß mit einem Zug zerstört. Das Hausboot bietet nun zwar genügend Platz; sein Zustand lässt aber zu wünschen übrig, sodass auch noch Renovierungsarbeiten anfallen.

In der Folge entbrennt auf der schwimmenden Unterkunft ein regelrechter „Kampf der Geschlechter“ mit aufgeladenen Dialogen und Szenen. Cinzia schließt nicht nur ihrerseits die Kinder ins Herz, sondern findet auch Gefallen an ihrem Arbeitgeber Tom. Der zeigt sich zunächst abweisend – dennoch kommen sich die beiden Hauptfiguren natürlich immer näher. So wird das baufällige Hausboot auf dem Potomac River am Ende zum romantischen Setting fürs Happy End.

Wir von WELL können Dir zwar keine Hausboote in Übersee bieten. Über die Ostsee kommst Du aber von einigen unserer Standorte aus sehr gut zu unseren dänischen Nachbarn. Beispielsweise von Ribnitz-Damgarten. Beim Hausboot-Urlaub in der Marina Minde kannst Du dagegen von Dänemark aus den Blick übers Meer nach Deutschland genießen.

„Das Hausboot“: Nominierungen und Preise

Der Erfolg des Kino-Kassenschlagers von 1958 zeigte sich nicht nur in der Resonanz des Publikums und in Sophia Lorens Aufstieg zum Star. Für den Film regnete es Nominierungen: So wurden die Drehbuchautoren Melville Shavelson und Jack Rose für den Oscar 1959 in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ nominiert. Im selben Jahr freute sich das Komponisten-Duo Ray Evans und Jay Livingston über die Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Song“ für „Almost in Your Arms“. Zu dem Song tanzen Tom und Cinzia, wobei ihre Zuneigung füreinander offensichtlich wird.

Außerdem wurde Harry Guardino als „Bester Nebendarsteller“ für den Golden Globe 1959 nominiert. Bei den Laurel Awards 1959 gab es schließlich zwei Preise: Der Film gewann in der Kategorie „Beste Komödie“ und Cary Grant wurde „Bester Hauptdarsteller in einer Komödie“.

Die größte Auszeichnung ist und bleibt aber die Beliebtheit des Films, die noch immer anhält: Fans lassen sich heute noch von der stilvollen Hollywood-Komödie verzaubern. Kein Wunder bei den Hauptdarstellern: Sophia Loren und Cary Grant geben als exzellente Schauspieler ein starkes Paar ab, die sich darauf verstehen, den Funken überspringen zu lassen. Die emotionalen Höhen und Tiefen, die ihre Charaktere durchleben, werden für den Zuschauer vor der Leinwand nahezu greifbar – Gänsehaut garantiert!

Mit seiner gewaltigen Einschlagskraft stieß der Film eine Welle von Adaptionen an. Eine der bekanntesten im deutschen Raum dürfte „Ein Hausboot zum Verlieben“ sein. Der Regisseur Jorgo Papavassiliou versuchte sich im Jahr 2009 an dieser deutschen Neuverfilmung.

„Ein Hausboot zum Verlieben“ von 2009: Hollywood-Film als deutsche Komödie

Etwa 50 Jahre später kam mit „Ein Hausboot zum Verlieben“ eine deutsche Adaption des Filmklassikers „Das Hausboot“ heraus. In der Komödie spielen Julia Koschitz als verwöhnte Millionenerbin Isabell Kolditz und Heikko Deutschmann als der Politiker Hans-Werner Glehdorn die Hauptrollen.

Familienvater auf Abwegen

Was die Struktur betrifft, bleibt „Ein Hausboot zum Verlieben“ nahe an der Vorlage. So steht auch hier die Story des gestressten Familienvaters, der durch den Tod seiner Frau plötzlich mit den drei Kindern alleine dasteht, im Mittelpunkt. Allerdings gibt es in der deutschen Version noch eine Tante, gespielt von Iris Böhm, die sich ihren mit Hilfsangeboten regelrecht aufdrängt. Das Hausboot dient in diesem Film außerdem nicht als letzte Zuflucht: Die verstorbene Ehefrau und Mutter hat es vor Jahren heimlich gekauft – und vermacht es in ihrem Testament den drei Kindern.

Auch was den Handlungsverlauf betrifft, weicht Regisseur Jorgo Papavassiliou in seiner Komödie von 2009 von der Vorlage ab. So beginnt „Ein Hausboot zum Verlieben“ mit der Hochzeitsfeier von Isabell Kolditz, bei der sie ihren Verlobten vor dem Altar stehen lässt. Sie läuft zu Fuß davon und trifft auf der Suche nach einer Unterkunft auf die Kinder von Hans-Werner Glehdorn. Diese sind ihrerseits von zu Hause weggelaufen, um ihr Hausboot auf der Müritz in Augenschein zu nehmen, wofür ihr Vater mit seinem vollen Terminkalender keine Zeit hatte.

So entspinnt sich eine Story voller „Ups“ und „Downs“ vor der wunderschönen Kulisse der Mecklenburger Seenplatte. Hans-Werner stellt Isabell als Haushälterin ein in dem Glauben, sie sei eine einfache Dorfbewohnerin aus der nächstgelegenen Ortschaft. Die beiden ecken immer wieder aneinander an, kommen sich jedoch auch näher – bis ein Paparazzo Isabell auf die Schliche kommt, die beiden beim Baden fotografiert und damit einen Skandal auslöst, da Hans-Werner unter Korruptionsverdacht gerät. Denn in seiner Rolle als Politiker ha er gerade ein großes Geschäft mit Isabells Vater Harry Kolditz abgeschlossen.

Nun kommt die Identität der schönen jungen Frau ans Licht und es entbrennt ein Streit zwischen ihr und Hans-Werner, nach dem die beiden – vorerst – getrennte Wege gehen. Natürlich mündet aber auch „Ein Hausboot zum Verlieben“ in einem Happy End!

„Charmanter Kurztrip“: Kritiken zu „Ein Hausboot zum Verlieben“

An den Kino-Erfolg des Originals reicht die deutsche Komödie selbstredend nicht heran. Sich mit einem internationalen Hollywood-Klassiker zu vergleichen, dürfte aber auch kaum das Ziel von Drehbuchautor Martin Rauhaus gewesen sein.

Die Kritiken fielen allerdings zum großen Teil ernüchternd aus. So bescheinigt das Lexikon des internationalen Films dem Streifen, das „übliche Liebesgeplänkel“ vor einer „blassen Folie“ aus sozio-politischen Themen zu zeigen. Von einem vorhersehbaren Drehbuch schreibt das Beilagenmagazin Prisma. Immerhin lässt TV Spielfilm die Komödie als „charmanten Kurztrip ins Blaue“ gelten. Als größtes Manko sehen die meisten Kritiker indes die Abweichungen, die sich „Ein Hausboot zum Verlieben“ gegenüber „Das Hausboot“ von 1958 erlaubt.

Immerhin zeigt das, dass Rauhaus und Pappavassiliou aus der Vorlage einen ganz eigenen Streifen kreiert haben. Vom deutschen Fernsehpublikum wurde der Film zudem gut angenommen: Rund 4,15 Millionen Zuschauer sahen sich die Erstausstrahlung im September 2009 an. Als Familienfilm ist die ARD-Produktion bis heute bekannt.

Und auch wir von WELL finden: „Ein Hausboot zum Verlieben“ ist eine gefühlvolle Komödie, die den manchmal strapaziösen Alltag zwischen Beruf und Familie auf sehenswerte Weise beleuchtet – auch wenn hier weniger Witz und Esprit sprühen als im Hollywoodstreifen aus den 50ern. Was die Kulisse betrifft, überzeugt die Mecklenburger Seenplatte allemal.

Du wünschst Dir auch einen Urlaub mit filmreifem Hausboot-Feeling? Ähnlich wie die Müritz ist zum Beispiel unser Standort am Geiseltalsee wunderschön in die Natur der Umgebung eingebettet. Auf einem 30 km langen Rundweg kannst Du die Gegend per Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Dank der Nähe zu Leipzig lässt sich der Hausboot-Urlaub am Geiseltalsee hervorragend mit einem Städtetrip verbinden.

Fazit: Beide Filme machen Lust auf Hausboot-Urlaub

Trotz vieler Gemeinsamkeiten weichen „Das Hausboot“ und „Ein Hausboot zum Verlieben“ in einigen Punkten voneinander ab. Der Retro-Streifen „Das Hausboot“ findet in einem opulenten Setting mit typischen Elementen der 50er Jahre statt – wie edle Kleidung und das elegante Auto von Winters. Was die Handlung betrifft, so steht vor allem der Witz im Vordergrund: Die Komödie lebt ganz von zugespitzten Szenen und Dialogen. „Ein Hausboot zum Verlieben“ schlägt dagegen leisere Töne an. Zwar wird auch hier an der Kulisse deutlich, dass die Charaktere finanziell gut dastehen. Dennoch ist der Gesamteindruck dezenter – Glehdorn fährt einen unscheinbaren Audi, Isabell trägt beim ersten Zusammentreffen ein einfaches Kleid im Gegensatz zur eleganten Cinzia und auch das Hausboot ist verhältnismäßig klein.

Den größten Unterschied macht das emotionale Setting: „Ein Hausboot zum Verlieben“ lässt seine Zuschauer in gewisser Weise „näher heran“. Die Charaktere zeigen Fehler und Schwächen, ohne sie durch Wortwitz abzuschmettern. Slapstick-Elemente wie der Zusammenstoß des fahrbaren Hauses mit dem Zug fallen komplett weg. Insgesamt bleibt das Gefühl, dass die deutsche Neuverfilmung mehr auf dem Boden bleibt – auch dadurch, dass das schwimmende Haus ein Vermächtnis der Mutter ist und die Familie nicht als letzte mögliche Unterkunft ein Hausboot mietet.

Ob Hollywood-Glamour oder deutsche Dezenz: Beide Filme machen definitiv Lust darauf, Urlaub auf dem Hausboot zu verbringen. So bieten zum Beispiel die filmreifen Sonnenuntergänge im Hafen von Kröslin eine romantische Kulisse für den Urlaub zu zweit. Historische und sagenumwobene Orte, Wochenmärkte und Wassersport-Angebote versprechen aber auch eine spaßige Auszeit mit Freunden und Familie.

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Von der Flensburger Förde im hohen Norden zur Grenze von Dänemark über Boltenhagen, Ribnitz-Damgarten und Peenemünde an der Ostsee bis nach Braunsbedra am schönen Geiseltalsee bei Leipzig reichen unsere Häfen. Und überall liegen gemütliche Hausboote oder schwimmende Häuser, auf denen Du einzigartigen Urlaub erleben kannst. Hier kannst Du ein Hausboot mieten, dem Alltag entfliehen, ungestört die Seele baumeln lassen und Dir und Deinen Liebsten eine wundervolle Auszeit gönnen.

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